Evangelische Matthäusgemeinde Lauchringen
© 2019 Matthäusgemeinde Lauchringen 
Was ist eigentlich Konfirmation? Eine Erklärung für Jugendliche Konfirmare (lat) heißt „bestätigen, bestärken“. Wer sich konfirmieren lässt, bestätigt und bestärkt die eigene Taufe. Die meisten Jugendlichen sind als Kind getauft worden, sie haben nicht selbst entschieden. Mit 14 aber bist du „religionsmündig“, das heißt, du entscheidest selbst, wer Jesus für dich ist. Vielleicht kennst du schon die eine oder andere Geschichte über Jesus oder manches, was Jesus gesagt und getan hat - jetzt ist es an der Zeit für dich selbst zu entdecken, was dies für dein Leben bedeuten kann, was es heißt, als Christ oder als Christin in dieser Welt zu leben. Wer sich konfirmieren lässt, sagt „ja“ zu Gott und zu einem Leben im Vertrauen auf Jesus Christus. Wenn du dich konfirmieren lässt, bestärkst du damit: Ja, ich finde es gut, zu Christus gehören. Ich will mein Leben danach ausrichten, was Jesus gesagt und getan hat. Ich will zu Gott gehören. Auf Gott zu vertrauen ist manchmal nicht einfach, darum bittet die Gemeinde im Gottesdienst um Segen für dich: Gott sei dir Schutz und Schirm vor allem Bösen und Kraft und Hilfe zu allem Guten – so ähnlich heißt es dann im Segen. Ganz persönlich nur für dich wird dir ein Segenswort zugesprochen, das dich begleiten soll im Leben und das dir vielleicht helfen kann, wenn es schwierig wird, weil du weißt: Du bist gesegnet. So bestärkt die Konfirmation auch dich. Konfirmation – früher und heute   Die Konfirmation ist es, die in der Erinnerung der Menschen einen biographischen Einschnitt oder Übergang markiert: Erwachsen und Evangelisch-Sein hat nach wie vor auch etwas mit "konfirmiert-sein" zu tun. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert hat man die Konfirmierten erstmals mit "Sie" angeredet. Erich Kästner schreibt in seiner „Fotografie eines Konfirmanden“ von den ersten langen Hosen, die er trägt. Dem entspricht, dass häufig auch die Geschenke zur Konfirmation Statussymbole der Erwachsenen waren: die erste Uhr, der erste Anzug, das erste Glas Bier etc. Konfirmation ist ein Abschied von der Kindheit (Altersstufenfest). Vor allem in der Selbsteinschätzung der Jugendlichen wird deutlich: "Wir sind keine Kinder mehr!" Dies machen sie häufig schon durch die Kleidung deutlich. Konfirmation macht den Ablöseprozess der Kinder als anstehende Grundaufgabe der Eltern deutlich. Im Konfirmationsgottesdienst wird abgebildet, was eine Grundaufgabe der Eltern ist: Zusehen und annehmen können, wie die eigenen Kinder ihren Weg gehen, darauf vertrauen, dass es ein guter Weg sein wird, Gott um „Schutz und Schirm vor dem Bösen“ und um „Kraft und Hilfe zum Guten“ zu bitten, weil die Zukunft offen ist - die Unverfügbarkeit des Lebens wird deutlich. Gerade in der oft von anderen als schwierig wahrgenommenen Zeit der Pubertät will die Konfirmandenzeit Jugendliche begleiten und bestärken auf dem eigenen Weg. Konfirmation ist ein Passageritus, der den Übergang von der Kindheit zu Jugend deutlich macht. Heute fällt Konfirmation nicht mehr mit dem Schulabschluss zusammen, und doch verbindet sich immer noch der Gedanke eines neuen Status: Ab jetzt ist der/die Konfirmierte religionsmündig. Das heißt: Er oder sie entscheidet selbst, was sie glauben kann, wie er seinen Glauben lebt. Ab jetzt kann man auch Pate sein. Und nicht zuletzt ist die Konfirmation ein Familienfest, die Familie zeigt: „Du gehörst zu uns. Und du bist uns wichtig…“
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Was ist eigentlich Konfirmation? Eine Erklärung für Jugendliche Konfirmare (lat) heißt „bestätigen, bestärken“. Wer sich konfirmieren lässt, bestätigt und bestärkt die eigene Taufe. Die meisten Jugendlichen sind als Kind getauft worden, sie haben nicht selbst entschieden. Mit 14 aber bist du „religionsmündig“, das heißt, du entscheidest selbst, wer Jesus für dich ist. Vielleicht kennst du schon die eine oder andere Geschichte über Jesus oder manches, was Jesus gesagt und getan hat - jetzt ist es an der Zeit für dich selbst zu entdecken, was dies für dein Leben bedeuten kann, was es heißt, als Christ oder als Christin in dieser Welt zu leben. Wer sich konfirmieren lässt, sagt „ja“ zu Gott und zu einem Leben im Vertrauen auf Jesus Christus. Wenn du dich konfirmieren lässt, bestärkst du damit: Ja, ich finde es gut, zu Christus gehören. Ich will mein Leben danach ausrichten, was Jesus gesagt und getan hat. Ich will zu Gott gehören. Auf Gott zu vertrauen ist manchmal nicht einfach, darum bittet die Gemeinde im Gottesdienst um Segen für dich: Gott sei dir Schutz und Schirm vor allem Bösen und Kraft und Hilfe zu allem Guten – so ähnlich heißt es dann im Segen. Ganz persönlich nur für dich wird dir ein Segenswort zugesprochen, das dich begleiten soll im Leben und das dir vielleicht helfen kann, wenn es schwierig wird, weil du weißt: Du bist gesegnet. So bestärkt die Konfirmation auch dich. Konfirmation – früher und heute   Die Konfirmation ist es, die in der Erinnerung der Menschen einen biographischen Einschnitt oder Übergang markiert: Erwachsen und Evangelisch-Sein hat nach wie vor auch etwas mit "konfirmiert-sein" zu tun. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert hat man die Konfirmierten erstmals mit "Sie" angeredet. Erich Kästner schreibt in seiner „Fotografie eines Konfirmanden“ von den ersten langen Hosen, die er trägt. Dem entspricht, dass häufig auch die Geschenke zur Konfirmation Statussymbole der Erwachsenen waren: die erste Uhr, der erste Anzug, das erste Glas Bier etc. Konfirmation ist ein Abschied von der Kindheit (Altersstufenfest). Vor allem in der Selbsteinschätzung der Jugendlichen wird deutlich: "Wir sind keine Kinder mehr!" Dies machen sie häufig schon durch die Kleidung deutlich. Konfirmation macht den Ablöseprozess der Kinder als anstehende Grundaufgabe der Eltern deutlich. Im Konfirmationsgottesdienst wird abgebildet, was eine Grundaufgabe der Eltern ist: Zusehen und annehmen können, wie die eigenen Kinder ihren Weg gehen, darauf vertrauen, dass es ein guter Weg sein wird, Gott um „Schutz und Schirm vor dem Bösen“ und um „Kraft und Hilfe zum Guten“ zu bitten, weil die Zukunft offen ist - die Unverfügbarkeit des Lebens wird deutlich. Gerade in der oft von anderen als schwierig wahrgenommenen Zeit der Pubertät will die Konfirmandenzeit Jugendliche begleiten und bestärken auf dem eigenen Weg. Konfirmation ist ein Passageritus, der den Übergang von der Kindheit zu Jugend deutlich macht. Heute fällt Konfirmation nicht mehr mit dem Schulabschluss zusammen, und doch verbindet sich immer noch der Gedanke eines neuen Status: Ab jetzt ist der/die Konfirmierte religionsmündig. Das heißt: Er oder sie entscheidet selbst, was sie glauben kann, wie er seinen Glauben lebt. Ab jetzt kann man auch Pate sein. Und nicht zuletzt ist die Konfirmation ein Familienfest, die Familie zeigt: „Du gehörst zu uns. Und du bist uns wichtig…“ 
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